Vor der Niederlage in Köln: Entscheidend ist neben dem Platz!

Ich gehöre ja tatsächlich zu den letzten noch lebenden Zeitzeugen, die beim letzten Sieg der Eintracht 1994 in Köln dabei waren.

Lasst Euch mal die Namen beider Mannschaften auf der Zunge zergehen, um ein Gefühl für die Ewigkeit, die das her ist, zu bekommen:

Auf Kölner Seite Bodo Illgner, Toni Polster, Horst Heldt. Für die Eintracht, durchaus zum Schwärmen, Ralf Weber, Uwe Bindewald, Manfred Binz, Jay Jay Okocha, Rudi Bommer, Maurizio Gaudino, Anthony Yeboah und Uwe Bein in seinem letzten Pflichtspiel für die Eintracht.

Die Eintracht musste also eine ziemlich namhafte Truppe aufstellen, um in Köln mal wenigstens 3:2 gewinnen zu können. Der Sieg war damals insofern wichtig, weil er den fünften Platz und damit die Qualifikation für den Europapokal bedeutete. Der Sieg wäre allerdings wertlos gewesen, wenn der Karlsruher SC im Fernduell bei der SG Wattenscheid 09 gepunktet hätte. Aber der KSC ging 1:5 (!) unter und die dann punktgleiche Eintracht hatte die deutlich bessere Tordifferenz.

Erwähnenswert vielleicht noch, dass an diesem letzten Spieltag der Saison 1993/94 Nürnberg verlor und daraufhin abstieg, was der Fingerspitzengefühl besitzende Eintracht-Block in Köln mit „Andi Köpke“ Rufe feierte. Weil es hieß, er käme zur Eintracht, wenn der Club absteigt. Ganz zur „Freude“ von Thomas Ernst, der an dem Tag in dem so wichtigen Spiel für die Riederwälder im Tor stand und den Sieg festhalten musste…

Nun, lang ist es her. Heute stehen beide Clubs quasi mit dem Rücken zur Wand. Die Eintracht muss, nach der so tatsächlich von niemanden erwarteten Heimniederlage gegen Augsburg, nun zwei Auswärtsspiele innerhalb von vier Tagen bestreiten. Jetzt halt beim vermeintlichen Angstgegner in Köln, am Samstag bei der Marketing-Abteilung von Red Bull in Leipzig. Nicht gerade wirklich einfache Aufgaben.

Dabei wäre Köln eine einfache Aufgabe, wenn halt nicht der Angstgegner. Köln ist noch überhaupt nicht in der Saison angekommen. Die litten schon unter der „Doppelbelastung“, ohne auch nur ein Europapokalspiel bestritten zu haben. Jetzt, nach dem akzeptablen Auftritt in London (auf dem Rasen wie auch Drumherum) und tatsächlichen Doppelbelastung, gab es erstmal eine fette Klatsche in Dortmund.

Nach dem Weggang von Modeste, ist deren Offensive um 17 Millionen (!) Mann Cordoba nicht mal ein laues Lüftchen. Eigentlich prädestiniert dafür, dass bei Cordoba gegen die Eintracht der Knoten so richtig platzen wird, um dann im weiteren Saisonverlauf, bis spätestens zum Jahresende, als das größte Missverständnis der Kölner Vereinsgeschichte in der Versenkung zu verschwinden… ODER?

Laut Kölner Express, ich verlinke das selbstverständlich, gehört uns, zumindest bei den Spielerfrauen, die Favoritenrolle. Nicht zuletzt aufgrund Neuzugang Frau Boateng. Offenbar ist der Kölner Fußball für die dortigen Sportjournalisten in diesen Tagen dermaßen dröge, dass solche Themen interessanter zu scheinen sein.

Aber, jetzt kommen wir, der willkommene Aufbaugegner…

http://www.express.de/sport/fussball/heiss–frau-boateng-ist-ihre-koenigin—das-sind-die-schoenen-spielerfrauen-aus-frankfurt-28151792

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